Jambiani: authentisches Sansibar
Während Orte wie Nungwi eher vom klassischen Tourismus geprägt sind, ist Jambiani ein lebendiges Fischerdorf geblieben, in dem sich das tägliche Leben der Einheimischen direkt vor deiner Hoteltür abspielt.
Anders als in Resort-Gegenden sind die Hotels in Jambiani oft klein und in das Dorf integriert.
In Jambiani zieht sich das Meer bei Ebbe kilometerweit zurück – weiter als fast überall sonst auf der Insel.
Vorteil: Die Lagune ist extrem flach und sicher. Es gibt hier kaum Seeigel im Vergleich zu anderen Abschnitten.
Interessant: Wenn das Wasser weg ist, wird der Meeresboden zur „Autobahn“. Einheimische fahren mit dem Fahrrad über den nassen Sand, Kinder spielen Fußball, und man kann ewig weit hinauswandern (unbedingt mit Sonnenschutz!).
Für interessierte lohnt es sich sehr, eine geführte „Village Tour“ zu machen. Du besuchst die Schule, den Kräuterdoktor und kannst sehen, wie die traditionellen Dhow-Boote ohne einen einzigen Metallnagel nur aus Holz und Seilen gebaut werden.
Seaweed Farming
Jambiani ist ein Zentrum des Algenanbaus auf Sansibar. Bei Ebbe siehst du hunderte Frauen in farbenfrohen Gewändern (Kangas), die im flachen Wasser ihre Algenfarmen pflegen. Die Algen werden an Holzstöcken im Sand gezüchtet.
Seaweed Center
Es gibt im Dorf ein Sozialprojekt, das „Seaweed Center“, wo du sehen kannst, wie aus diesen Algen Seifen, Peelings und Säfte hergestellt werden. Ein tolles Mitbringsel, das direkt die Frauen im Dorf unterstützt.
Kuza Cave
Mitten im dichten Dschungel hinter dem Dorf liegt die Kuza Cave, eine heilige Kalksteinhöhle. Das Wasser in der Höhle ist kristallklar, süß (mit Mineralien aus dem Fels) und angenehm kühl. Man kann darin schwimmen.
Kultur
Oft gibt es dort Trommel-Workshops oder Kochkurse. Für die Einheimischen ist die Höhle ein spiritueller Ort für Opfergaben.
Kulinarik
In Jambiani gibt es viele kleine „Local Joints“ (wie das berühmte LUKMAAN in Stone Town, aber in dörflicher Form), wo man sehr guten Tintenfisch in Kokossauce oder Oktopus-Curry für wenig Geld essen kann.
Kitesurfen für Entdecker
Während das benachbarte Paje ein Weltzentrum für Kitesurfer ist, gilt Jambiani als der entspanntere Bruder.
Vibe: Es ist weniger voll auf dem Wasser. Da der Wind hier oft parallel zum Strand weht, ist es ein Paradies für Kitesurfer, vor allem für diejenigen die etwas mehr Ruhe suchen.
Traditioneller Segelausflug
Viele der traditionellen Segelausflüge starten von hier oder dem nahen Kizimkazi. Man segelt auf einer hölzernen Dhow zu Sandbänken, grillt dort Fisch und kann schnorcheln. In Jambiani fühlt sich das Ganze oft noch ein Stückchen „echter“ an, da man oft mit dem Fischer segelt, der das Boot auch nachts zum Fang nutzt.
